Wie die Wasserratte schon 1908 zum Maulwurf sagte: "Glaub mir, mein junger Freund, es gibt nichts, absolut gar nichts auf der ganzen Welt, das auch nur halb so viel wert wäre, wie einfach mit Booten herumzubummeln … Ob du dich davonmachst oder ob du es bleiben lässt; ob du dein Ziel erreichst oder ob du ganz woanders ankommst oder niemals irgendwo, beschäftigt bist du immer und etwas Besonderes tust du nie."


Aus "Der Wind in den Weiden", von Kenneth Grahame.


As the Water Rat said to the Mole already in 1908, "Believe me, my young friend, there is nothing – absolutely nothing – half so much worth doing as simply messing about in boats …Whether you get away, or whether you don't; whether you arrive at your destination or whether you reach somewhere else, or whether you never get anywhere at all, you're always busy, and you never do anything in particular."


From "The Wind in the Willows," by Kenneth Grahame.


Montag, 30. April 2018

Seine Aval 2

Poses – Port de Venables – Port Ilon; 82 km, 2 locks, 7 engine hours.

Wenn man aus dem grünen Seitenarm bei Poses zurück auf den Hauptarm der Seine fährt, ...

The leafy side arm at Poses ...
... geht es für eine kurze Weile genau in Richtung Süden. Marseille, wir kommen! Lange fährt man auf der gewundenen Seine allerdings nie in dieselbe Richtung.

... leads us into the main channel.
Das Ufer ist hier gesäumt mit wundervollen Villen in wundervollen Gärten.

Pieces of heaven.
Man beachte auch die Hecke!

France, hedged.
Eines von Frankreichs schon länger vergessenen Booten.

That's a decaying boat, in case you wondered.
Es gibt auf diesem Teil der Seine nicht sehr viele Übernachtungsmöglichkeiten, deshalb halten wir nach zwei geruhsamen Stunden im Port de Venables, einem Hafen in einer ehemaligen Kiesgrube.

We stop at Venables, another marina in a huge former gravel pit. We've seen at least four others. The Seine's vast quarries made and still makes the built world in France. 
An diesem schönen Samstagabend ist es schwer sich vorzustellen, dass das Wetter in den kommenden Tagen garstig und garstiger werden wird. Genau das prophezeit aber unsere Wetterapp. Am Montag soll es sogar richtiggehend stürmisch werden. Und am Dienstag ist 1. Mai, an dem in Frankreich niemand arbeitet; nicht einmal die Schleusen auf der Seine.

The skies look promising as Saturday evening unfolded but our weather apps were twitching. A non-starter wind was promised for Monday and Tuesday was May 1, when nothing moves, including the lock we need to pass through, so we decided to move on.
Wir beschliessen deshalb, am Sonntag ganz früh abzufahren, um die erste Schleuse hinter uns zu bringen. Wir wollen gegen Mittag in Vernon sein, um einzukaufen – die Geschäfte sind dort am Sonntag bis 13 Uhr geöffnet. Sodann werden wir die Fahrt fortsetzen, durch eine weitere Schleuse nach Port Ilon, wo wir den Sturm und den 1. Mai in aller Ruhe abwarten wollen.

We got an early start. 8ish. Neira of course knew something was up when the usual leisurely morning routine was replaced by a quick coffee.
Château Gaillard, bzw. was heute noch davon übrig ist, prangt seit mehr als 800 Jahren über der Seine. Es wurde 1296 auf Wunsch von Richard Löwenherz gebaut.

Chateau Galliard was allegedly built at the behest of Richard the Lionhearted back in 1296.
Nach der ersten Schleuse gibt's einen Pipistop für alle.

Pisseioden.
Einfahrt in Vernon, wo wir im letzten Herbst einige Tage verbracht haben. Am Quai auf der Vernoner Seite ist das Wasser so seicht, dass an Festmachen nicht zu denken ist. Und der kleine Hafen in Vernonnet am anderen Ufer der Seine ist voller Segelboote. Keine Einkäufe also.

Plan A was a quick shopping stop in Vernon, but that proved impossible.
Weiter geht es bei zunehmend schlechter werdendem Wetter.

So we pressed onward as the weather worsened.
Vor der Schleuse Méricourt; unmittelbar danach geht es in den Baggersee, in dem der Hafen Ilon liegt.
Auch Port Ilon liegt in einer ehemaligen Kiesgrube. Er ist mit allem ausgerüstet, was man braucht  Internet und Waschmaschine. Im Hafenbüro kann man Chips, Ravioli in der Büchse und Wein kaufen. Es wird uns also an nichts mangeln.

We had stayed in Port Ilon -- a former quarry -- on the way downstream. It's a known known, with some advantages for a long stormy weekend.
Von Venables nach Ilon sind es 65 Seine-Kilometer. Wir haben sie in etwas weniger als sieben Stunden zurückgelegt, unsere längste Tagesetappe bisher. Unser 'neuer' Motor hat nun 192 Motorenstunden; er ist laut (der Turbo lässt grüssen), aber willig.

Venables to Ilon: 65 km, two locks, plus a circle in Vernon looking for a mooring: less than 7 hours, against a strong (3 km/h) spring current. Our longest tour yet. The engine, still quite new, is loud (turbo whiiiine) but willing.  

Samstag, 28. April 2018

Pause in Poses
Pausing in Poses

Plan B in Poses, wo wir im letzten Oktober auf dem Weg nach Rouen schon mal Halt gemacht hatten. Damals haben wir es verpasst, eine Fischtreppe zu besichtigen, über die Aale und andere Fische je nach Gezeiten eine Höhe von drei bis sieben Meter überwinden können. Das wollte ich diesmal unbedingt nachholen.

Plan B was back at the one nice mooring in the sleepy town of Poses, pronounced 'Pose.' Aila wanted to see the fish diversion that runs alongside the big Amfreville lock that we passed through yesterday, so we headed for it on our afternoon walk.
Der Spaziergang führt an malerischen Häusern vorbei ...

We walked past one idyllic house after another ... 
... zur Fussgängerbrücke, die über das Wehr und die beiden tiefen Schleusen von Amfreville führt.

... to the footbridge crossing the weir and the two deep canal locks.
Die beiden Schleusen von Poses-Amfreville ersetzen einen alten Schiffsdurchlass, der bis zur Kanalisierung eine der schwierigsten Passagen auf der gesamten Seine war. Die Schiffe mussten hier mit Pferden und der Hilfe der Einwohner von Poses an Seilen von Pfahl zu Pfahl durch eine Stauschleuse geschleppt werden.

The two locks replace an old flashlock which, prior to the canalization, presented one of the most difficult passages on the whole of the Seine. With horses and the help of the inhabitants of Poses the boats had to be hauled on ropes from one pylon to the next through the flashlock.



Und hier ist Fischtreppe, eine clevere Sache. Sie besteht auf einer Serie von 28 kleinen Becken in einer riesigen Kammer. An einer speziellen Stelle lassen sich die Fische beobachten, wir haben jedoch keine gesehen.

And here, by golly, is the clever little series of chambers that allow fish to bypass the fish-unfriendly lock and spillway, enabling them to return to their spawning pools, or wherever it is they're heading. 
Auf dem Heimweg nimmt Neira ein erfrischendes Bauchbad; im Hintergrund zwei Enten, von denen die eine ein ungewöhnliches und höchst attraktives Design aufweist.

On the way home, Neira took a dip in the Seine near an unusual and very photogenic duck. 
Heute morgen überrascht uns Jean-Marie mit Gipfeli, Pain au Chocolat und einem Baguette! Er wohnt in der Nähe und wollte uns einfach eine Freude machen. Mit dabei ist auch Ina; sie hat vor drei Tagen eine schwere Operation gehabt und ist schon wieder sehr munter. (Ina ist der Hund mit dem tollen Motorradanhänger, siehe Instapix vom 14. April).

This morning we had an unexpected visit from Jean-Marie! He lives near Poses and dropped in with the basic boulangerie survival pack: 2 lovely, fresh croissants, 2 pain au chocolat and a baguette. And he brought his dog, Ina, who had a major operation earlier this week and is now happily on the road to recovery. Good dog!

Freitag, 27. April 2018

Seine Aval 1

Rouen – Poses; 45 km, 1 lock, 4 engine hours.

Das ist Jean-Marie, pensionierter Teilzeit-Hafenmeister im Saint Gervais Hafen von Rouen. Mit zwei Flaschen Wein (eine weiss, eine rot, man weiss ja nie) ist er da, um uns zu verabschieden.

Jean-Marie, part-time harbormaster in Rouen, came by to say au revoir. Very sweet. He brought two bottles of wine ('For later,' he said, 'not now!') and offered to escort us out into the Seine.
Roy ....

No longer the weekly engine warm-up, it felt good to be moving again.
... und Neira sind startklar.

Neira's ready to go-go-go!
Hier ist Jean-Marie im Hafenbötchen, um uns zur Ausfahrt des Hafens in die Seine zu geleiten.

Here's Jean-Marie in the harbor runabout, leading us from the Bassin St. Gervais out into the Seine. 
Es gibt immer viel Frachtverkehrt an dieser Stelle der Seine, so dass wir für seine Hilfe dankbar sind.

There can be plenty of traffic where the bassin joins the river so we appreciated the help.
Au revoir Jean-Marie! Es war ein Vergnügen, dich kennen zu lernen!

Au revoir, Jean-Marie (although friendly text messages checking on our progress followed)!
Letzter Blick zurück in den Hafen, wo wir fast auf den Tag genau sechs Monate verbracht haben.

A last look back at the harbor, where we spent almost six months to the day, and then a left turn into the Seine, direction Paris.
Blick voraus auf die dunstige Seine, Richtung Paris.

We won't miss the dust of Rouen's industrial port but it was a good winter harbor overall, much enhanced by renting a car.
Zurück auf der schönen Seine, passieren wir die Kalkfelsen von Orival.

Now it's back to the mostly lovely Seine. We passed these rock formations on the way downstream last October.
Die Kirche von Orival stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist teilweise in die Felsen hinein gebaut.

Parts of this church in Orvial are built into the cliff and date from the 12th century.
Pont de l'Arche am Zusammenfluss von Seine und Eure. An dieser Stelle erhalten wir ein sms von Jean-Marie, der wissen will, wie die Fahrt verläuft.

Where the rivers Eure and Seine meet.
Vor der Schleuse von Amfreville reihen wir uns in einen Konvoi von Peniches ein. Roy trägt seine Schwimmweste, wie es das französische Gesetz beim Einfahrt in eine Schleuse verlangt. Wir können berichten, dass wir meist die Einzigen gesetzestreuen sind.

We approached the lock at Amfreville in a small convoy, behind two barges. Given the depth of the lock (up to 7 or 8 meters) and the lack of easy tie-ups in the chamber, we decided to wear our self-inflating life vests, which are in fact mandated by a French law that is largely ignored by boaters.
Da war noch alles friedlich. Im nächsten Moment schiesst von hinten rechts die Peniche Excelsior auf uns zu und drängt uns ziemlich rüpelhaft zur Seite. Wir wissen ja, dass wir dem Berufsverkehr zu weichen haben, und hätten dem Excelsior-Kapitän auch so Platz gemacht.

All was peaceful as we approached the lock. The little convoy of three had been together for a couple of uneventful hours. But as we neared the lock, out of the blue, a big barge, the Excelsior, came barreling in behind us. We got out of the way briskly but there was no need for his speed. We would have yielded to him in any case. What's French for 'jerk'?
Um drei Uhr liegen wir an unserem Liegeplatz in Poses. Kein Wasser, kein Strom, und keine Industrie weit und breit. Juhui, wir sind zurück!

We didn't take any photos in the lock, not least because we were busy. There was ample turbulence and we had to re-tie our ropes three times as the water level rose. Some muscles may protest tomorrow! But the lock was passed and we hung a tight right turn into the sleepy hamlet of Poses, where we spent the night under idyllic circumstances. Yes, it's good to be moving again.

Dienstag, 24. April 2018

Unter Strom
Marco Miracles

In unserem letzten Post waren wir noch ohne grosse Hoffnung, bald aus Rouen weg zu kommen. Jetzt, gut achtundvierzig Stunden, später sieht die Welt schon wieder ganz anders aus.
Wir hatten uns mehrere Möglichkeiten überlegt, um möglichst schnell einen Elektriker an Bord zu bekommen. Eine Option war, mit Christophe von Lamanage zu sprechen. Dort hatte man im letzten November Plan B aus dem Wasser geholt, um den Defekt nach unserem Grounding zu diagnostizieren. Christophe, dem Roy in diesem Foto die Sachlage erklärt, spricht fliessend Englisch, was technische Diskussionen enorm erleichtert. Wir erhofften uns von ihm eigentlich nur die Empfehlung eines Elektrikers. Statt dessen kam Christophe selbst vorbei, in Begleitung eines Bootsmechanikers und eines Elektrogenies.

In the previous post we were  drawing deeply on our painfully acquired reserves of patience. We had a grave problem, a burned out battery charger, and no apparent remedey. But in the evening, reviewing our options, the idea emerged to pop into Lamanage, the boat lift and storage yard at the head of the harbor basin. Christophe, the guy I'm talking to in this photo, hauled us out of the water for our stern drive repair last November. He speaks English. We hoped he could suggest someone who could assess the state of our battery charger.  He and a colleague, an all-purpose boat guy no doubt, agreed to come aboard in the afternoon. No one mentioned Marco.
Der Mechaniker, dessen Name uns leider unbekannt geblieben ist, und das Elektrikogenie Marco evaluieren die Situation: zuerst studieren sie das Ladegerät ...

When Christophe showed up, he had his colleague and another guy, Marco.
... und dann die Batterien.

They set to work, finally deciding to remove the battery charger completely.
Schliesslich bauen sie das Ladegerät aus, um es ganz genau anzusehen. Marco, rechts, macht die ganze Sache sichtlich Spass.

Then Marco, right, started working with ever smaller tools until he'd exposed the innards of this bit of electro tech wizardry. He went deeper than any fearless or foolish dabbler would dare. I knew I would never be able to reassemble the many bits he unscrewed as he delved deeper. He softly whistled while he worked.
Marco stellt fest, dass der Kondensator verbrannt ist (und einige andere Teile auch). Er könne das aber wahrscheinlich reparieren, teilt er mit, kein Grund, ein neues Ladegerät zu kaufen. Er habe auch alle nötigen Ersatzteile bei sich zu Hause ... Er verspricht, sich am nächsten Tag bei uns zu melden.
Um die Sache kurz zu machen: seit heute Nachmittag haben wir ein repariertes Batterieladegerät an Bord. Unsere Hausbatterie ist inzwischen wieder aufgeladen, und wir sind (fast) startklar. Morgen erledigen wir die letzten Einkäufe, und am Donnerstag fahren wir ab. So denn nichts mehr dazwischen kommt!

And there it is: that trisecting crack at the base of the condenser after the power surge sent a massive jolt of electricity throught the charger. Ok. Kaput is kaput. We'll order a new one, slap it in and be on our way in a few days. 'No, no,' Marco said, 'I'll take it home and and fix it overnight.' Now we have had the dubious privilege of observing lots of mechanics and assort boat tech people. Marco was the real deal, a retired electrical technician of a pretty high order, and a total tech nerd who, as it happens, has boxes of condensers and circuit boards and God-knows-what-all at home. He was back the next day, as promised, and the charger is working perfectly. In a throwaway world of tech, he's a rarity, and a miracle worker. Plan B lifts anchor in two days!

Sonntag, 22. April 2018

Rück- und Stromschläge
Stutter steps

Wir wollten Rouen schon vor Tagen verlassen, und hätten wir es doch nur getan. Doch die Abreise hat sich verzögert wegen einem Paket, das der Paketundienst DPD verloren bzw. auf irgendeinem Regal vergessen hat. Darin waren Vorhänge, die uns Flexima, die flexible Matratzenmanufaktur in Österreich, genäht hatte.

We had intended to leave Rouen a couple of weeks ago, and given what happened in the interim (see below) we rather wish we had. But we had to stick around for a very important and very lost parcel containing our new curtains, produced by our Austrian friends at Flexima, the mattress makers.
Nach langem Warten und anschliessender Suche in den Tiefen des Paketundienstes, sind die Vorhänge schliesslich doch bei uns eingetroffen, nämlich indem wir sie selbst abgeholt haben. Das Ergebnis war die Warterei wert.

Flexima agreed to sew our curtains during the quiet winter months and we sent them our old set as templates. We had anyway covered most windows with bubble pack for insulation so privacy was assured. We were promised delivery end of March and apparently a delivery was attempted but then the shipper seems to have suffered amnesia. We finally tracked down the package, sitting quietly in a depot far from Rouen, where we collected it. But the results were worth the wait. Bright and tight.
Die Vorhänge sind aus dem gleichen Stoff wie die Überzüge unserer Küchenbankpolster (auch von Flexima; die Sitzbank dient als Reservebett, Matratzen machen dort also Sinn). Robust, farbenfroh, lichtdicht!

The curtains use the same material as the cushion covers in the galley. 
Während der Wartezeit erledigten wir 'letzte' Besorgungen. Roy hat ein leckes Fenster abgedichtet, und dank zweier aneinander gehängter Schlauchklammern unsere Internetantenne zum Strammstehen gebracht.

The list of little fixes never ends on Plan B but we used the time to take care of a few to-do's: re-caulking a window and, finally, firmly mounting our wifi antenna. Attentive readers may note a repeat application of my little brainstorm (which is all my little brain can manage): the unpatented but super cool double hose clamp combination first applied in my emergency toilet pump repair last year. At last, that antenna ain't moving. And such small victories are deeply satisfying, I readily admit.

Dann poppte vor einer Woche plötzlich unser altgedienter Elektroofen. Diese Wähe war gerade drin, wir mussten sie in der Bratpfanne fertig backen (was übrigens überraschenderweise ganz gut geklappt hat). Bei unserem Backofen handelte es sich um ein extrakleines Modell, Masse 40x33x25 cm, damit er in die dafür vorgesehene Schublade passt. Es brauchte Zeit und längere Fahrten, um ihn zu ersetzen. Doch wir waren erfolgreich, siehe unten.

Above, a fairly typical Plan B dinner engineered by Aila: plenty of cut vegetables, perhaps some meat, lots of feta cheese, etc., etc., all atop a base of tart dough. Pop it in the oven for 45 minutes and enjoy. But just days before take-off, our trusty old oven gave up the ghost. An easy consumer item to replace, one might think, but it turned out to be a bit more complicated because its designated storage drawer below the sink requires dimensions that were hard to find. We finally did find a substitute in a big-box store outside of town but it was a bit of a saga. 
Nicht gänzlich unerwartet, hauchte in der Zwischenzeit unsere Gasflasche ihr letztes Gas aus. Es war eine holländische Flasche. Kein Problem, wir hatten eine Ersatzflasche aus Belgien. Aber als wir dann die Ersatzflasche ersetzen wollten, nämlich mit einer Gasflasche französischer Provenienz, mussten wir feststellen, dass Frankreich ein anderes Gasanschlusssystem hat als der Rest von Europa.

Meanwhile, our gas bottle for the stove, acquired in Holland, finally emptied. We have a back-up, from Belgium, and that's how we like to roll: one in service and another one on hand. But here we encountered yet another area of life on the water where the European Union has not yet managed to impose uniformity. Our bottle, and related meter and gas lines, work in Germany, Belgium and the Netherlands. But France has another system, n'est pas? Different threads.  
Wir dachten, dass dieses Problem leicht zu lösen sei, schliesslich gibt es so viele Camper in Frankreich.  Also fuhren wir zuerst zu einem grossen Camperausstatter, wo man uns aber nicht helfen konnte. Dann waren wir bei diversen Do-it-yourselfern, dann bei drei verschiedenen Gasspezialisten. Ohne Erfolg. Zwar gibt es für solche Fälle Adapter; doch scheinen diese in Frankreich nicht erhältlich zu sein. Woraus wir schliessen müssen, dass französische Camper anscheinend eher selten ins Ausland fahren und sich daher nicht mit fremdländischen Gasanschlüssen herumzuschlagen brauchen.

We thought this would be an easy fix. There are so many campers and RVs on the road in France, after all. First, we went to a big camper dealer with large, well-stocked shop. Nada. Then we worked down a chain of gas dealers, each one telling us, no, we can't help you but try so-and-so, which we did. From this runaround, we can conclude that French campers stay in France and that those who visit France, including the many Dutch tourists, found the same solution we finally came to.
Schliesslich bestellte Roy in Deutschland ein Adapterset. Jetzt können wir Gasflaschen aus ganz Europa anschliessen, und alles, was wir jetzt noch brauchen ist eine Gasflasche, die in die dafür vorgesehene Luke passt. Sollte kein Problem sein ...

Surfing a big German camping site, we came to this nifty set of gas bottle adapters that allow our system to use gas bottles from all over Europe. We ordered them online and with exemplary efficiency they were delivered in a few days. Next step: find a gas bottle that fits our hatch. That shouldn't be difficult . . . .
Zwischendurch besuchten wir unseren Hafennachbarn Jean-Charles, der Maler ist und in der Altstadt von Rouen ein kleines Atelier hat.

Meanwhile, after months of saying hello on the pontoon we share with Jean-Charles, we finally visited his studio, close to the heart of Rouen's old town.

Das Bild mit den Elefanten hängt jetzt in unserer Küche!

He's been painting since childhood, taught by his grandfather. Never went to art school, and thus is free of intellectualizing baggage. He paints what he likes, especially musicians, and shyly told us he's a bit of a star in Rouen's music scene. (We bought the elephants, by the way.) 
Und natürlich waren tägliche Spaziergänge mit Neira angesagt sowie sonst alles, was den Alltag so ausmacht.

The scarf ruins the camouflage effect but it's worth it! 
Gnarled blogger examines gnarled tree trunk.
Wir haben die Wildschweine im Tierpark noch einmal besucht, inzwischen sind die Frischlinge geschlüpft.

Wild they may not be but these wee boars are cute enough.
Mit Jean-Charles Katze haben wir uns inzwischen auch angefreundet. Sie ist fast soweit, an Bord zu kommen.

That's Jean-Charles' ever-more-curious cat, almost ready to come onboard.
Wäre das Flexima-Paket termingerecht angekommen, hätten wir Rouen schon letzte Woche verlassen. Dann wäre uns der Stromschlag erspart geblieben ... hat sich jetzt nämlich herausgestellt: der Ofen war lediglich das erste in einer ganzen Reihe von Elektro-Opfern. Aus Gründen, die sich uns nicht erschliessen, gab es im Hafen in der letzten Zeit offenbar einen Überschuss an Strom. Einmal sollen 400 Volt geflossen sein statt der üblichen 220. Batterieladestationen und Endgeräte fanden das gar nicht lustig und haben sich ausgeschaltet, viele für immer. Betroffen waren vor allem Boote am Ende der Bootsstege, also am Ende der Stromleitungen. Und damit auch Plan B. Wir haben inzwischen zwei Lampen entsorgt, drei iPhone- und ein Computerladegerät.

Ok. Now to the reason we wish we'd gotten out of here earlier. A few days ago, for reasons mere mortals cannot quite fathom, the (somewhat dodgy) electrical system in the harbor delivered a surge of excess power down the line ---- 400 volts instead of the usual 220. Not all ships were damaged but, with some exceptions, those at the ends of the pontoons were hit hardest, and that includes Plan B. The surge cooked a computer charger, a couple of lamps and several device chargers. All these were plugged into sockets when the surge hit. Thank goodness neither of our computers were charging at the time....
Ebenfalls betroffen ist unser Batterieladegerät, ein wichtiges Teil der Bootsausrüstung. Es regelt das Laden der Batterien mit Solar- und Landstrom. Das Foto zeigt den Stand der Hausbatterie. Das Laden via Sonnenkollektoren scheint immer noch zu funktionieren. Doch vom Landstrom bekommt unsere Hausbatterie nichts mehr ab. Das ist nicht gut. Zur Zeit versuchen wir, einen Elektriker an Bord zu bekommen. Das ist nicht einfach, denn im Mai scheint man in Frankreich nicht besonders intensiv zu arbeiten. Anfragen haben jedenfalls ergeben, dass der nächste Elektrikertermin ab dem 21. Mai zu haben wäre. Wir könnten also noch eine Weile vor Anker liegen.

Without getting too technical, the power surge seems to have fried our battery charger, a vital piece of equipment. But is it really kaput? Not sure. (Oh, how we miss Arno, from Tholen, a terrific marine electrician!) The photo above shows the charge level in our house battery. Normally, when we're plugged into shore power as we are now, that reads 100%. Something is clearly wrong. But, as with all things electrical, assessing what you cannot see is the first challenge. Is it a fuse (don't think so) or deeper damage? We are in the process of trying to get an electrician onboard and that itself is not easy. And let's not forget, we are approaching May, which in France contains four legal holidays, which in turn seems to send the whole country into a kind of Spring Break mentality. We could be here a while yet.
In der Zwischenzeit versuchen wir, so gut wie möglich cool zu bleiben.

Not much to do but keep cool as we search for a solution, no?